Kurz gesagt
ChatGPT Prompts für Social Media helfen bei Redaktionsplänen, Post-Texten für LinkedIn und Instagram, Skripten für Kurzvideos und Antworten auf Kommentare. Gute Ergebnisse entstehen, wenn Du Plattform, Zielgruppe, Ziel des Beitrags und eigene Erlebnisse als Rohmaterial mitgibst. Diese Seite enthält 12 kopierfertige Vorlagen mit Platzhaltern.
Montag, kurz nach acht. Der Kaffee ist noch heiß, der Redaktionsplan für die Woche ist leer, und um zehn steht der erste Kundentermin an. Kennst Du das? Viele Selbstständige kennen genau diesen Montag. Mit festen ChatGPT Prompts für Social Media sieht er anders aus. Du gibst ChatGPT Deine Notizen der letzten Woche und ein paar Erlebnisse aus Projekten und bekommst in kurzer Zeit einen Plan mit Entwürfen, die Du nur noch nachschärfen musst.
Hier sind die zwölf Prompts, die ich dafür nutze. Sortiert nach Planung, Schreiben, Community und Auswertung. Ein Hinweis vorweg: Die besten Posts entstehen aus Deinen eigenen Geschichten. ChatGPT hilft beim Formulieren, die Erlebnisse lieferst Du.
Wie planst Du Social-Media-Inhalte mit ChatGPT?
Du legst Themen-Säulen fest, gibst ChatGPT Deine wichtigen Termine und lässt Dir daraus einen Plan bauen. Das dauert einmal eine halbe Stunde und erspart Dir danach viele Montage mit leerem Kopf.
Du bist Social-Media-Strategin. Ich bin [Beruf oder Unternehmen] und will auf [Plattform] [Zielgruppe] erreichen. Mein Ziel: [z. B. Anfragen, Bekanntheit in der Region]. Schlage vier Themen-Säulen vor, über die ich regelmäßig posten kann. Nenne pro Säule fünf konkrete Beitragsideen und den Anteil, den diese Säule am Gesamtplan haben sollte.
Erstelle einen Redaktionsplan für [Monat] für [Plattform]. Ich poste [Anzahl] Mal pro Woche. Themen-Säulen: [Säulen]. Wichtige Termine in diesem Monat: [Termine, z. B. Hafengeburtstag, Firmenjubiläum, Feiertage]. Format: Tabelle mit Datum, Säule, Thema, Format (Bild, Karussell, Video, Text) und Handlungsaufruf. Lass jede vierte Zeile frei für spontane Beiträge.
Mein Beitrag handelt von: [Thema oder Kernaussage]. Schreib zehn mögliche erste Sätze dafür. Mischung: drei mit einer konkreten Situation, drei mit einer Frage, zwei mit einer überraschenden Beobachtung, zwei mit einem Zitat aus dem Kundenalltag. Höchstens 15 Wörter pro Satz. Keine reißerischen Formulierungen.
Prompts für LinkedIn, Instagram und Kurzvideos
Jede Plattform hat ihren eigenen Ton. Deshalb nenne ich im Prompt immer die Plattform und gebe ein Beispiel für einen Beitrag von mir mit, der gut lief. Ob Du Deine Beiträge mit eigenen Bildern ergänzen willst, entscheidest Du. Wie das mit ChatGPT klappt, zeige ich auf der Seite Bilder mit ChatGPT erstellen.
Du bist Ghostwriter für LinkedIn. Mach aus meinen Stichpunkten einen Post mit 150 bis 200 Wörtern. Stichpunkte: [Stichpunkte einfügen]. Zielgruppe: [Zielgruppe]. Aufbau: Einstieg mit einer konkreten Situation, eine Erkenntnis, ein praktischer Tipp, eine Frage an die Leser am Ende. Kurze Absätze, keine Hashtag-Wolke, höchstens drei passende Hashtags. Hier ist ein früherer Post von mir als Beispiel für meinen Ton: [Beispiel einfügen].
Schreib drei Varianten einer Instagram-Caption zu diesem Bild: [Bild beschreiben oder hochladen]. Anlass: [Anlass]. Zielgruppe: [Zielgruppe]. Die erste Zeile muss neugierig machen, weil nur sie ohne Aufklappen sichtbar ist. Länge: 60 bis 120 Wörter. Am Ende eine einfache Frage oder ein Handlungsaufruf. Dazu fünf Hashtags, die zur Region [Region] und zum Thema passen.
Erstelle die Texte für ein Karussell mit [Anzahl, z. B. 7] Folien zum Thema [Thema] für [Plattform]. Folie 1: Titel, der ein Problem anspricht. Folien 2 bis [vorletzte]: je ein Schritt oder Tipp mit Überschrift und höchstens 25 Wörtern. Letzte Folie: Zusammenfassung und Handlungsaufruf. Schreib zusätzlich eine kurze Bildidee pro Folie.
Schreib ein Skript für ein Kurzvideo mit [Länge, z. B. 30 Sekunden] für [Plattform]. Thema: [Thema]. Ich spreche selbst in die Kamera. Aufbau: Satz für die ersten drei Sekunden, der zum Weiterschauen bringt, drei Kernpunkte, Schluss mit Handlungsaufruf. Schreib daneben in Klammern, was im Bild zu sehen sein könnte. Sprache: so, wie man redet, mit kurzen Sätzen.
Kommentare und Community mit ChatGPT
Antworten auf Kommentare sollten von Dir kommen. ChatGPT hilft aber, wenn Dir bei einem kritischen Kommentar die richtigen Worte fehlen oder zwanzig Fragen gleichzeitig hereinkommen.
Unter meinem Beitrag zu [Thema] steht dieser Kommentar: „[Kommentar einfügen]“. Hintergrund: [was Du dazu weißt]. Schreib drei mögliche Antworten mit höchstens 60 Wörtern: eine sachliche, eine verständnisvolle, eine mit einem Gesprächsangebot per Direktnachricht. Keine Antwort soll rechthaberisch oder beleidigt klingen.
Hier ist mein aktueller Profiltext auf [Plattform]: „[Profiltext einfügen]“. Ich bin [Beruf] und will [Zielgruppe] erreichen. Schreib fünf neue Varianten mit höchstens [Zeichenzahl] Zeichen. Jede Variante soll sagen, wem ich helfe und wobei, und einen Grund nennen, mir zu folgen. Kennzeichne die Variante, die Du für die verständlichste hältst.
In den Kommentaren und Direktnachrichten bekomme ich immer wieder diese Fragen: [Fragen einfügen]. Schreib für jede Frage eine Antwortvorlage mit höchstens drei Sätzen, die ich anpassen kann. Ton: [Ton, z. B. locker und hilfsbereit]. Wo sinnvoll, verweise auf [Link oder Angebot].
Inhalte wiederverwerten und auswerten
Ein guter Gedanke reicht für mehrere Beiträge. Und ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Gedanken bei Deiner Zielgruppe ankommen.
Hier ist ein längerer Text von mir, zum Beispiel ein Blogartikel oder ein Newsletter: [Text einfügen]. Mach daraus fünf eigenständige Social-Media-Beiträge für [Plattform]. Jeder Beitrag greift einen anderen Gedanken auf und funktioniert auch ohne den Originaltext. Gib zu jedem Beitrag an, welche Themen-Säule er bedient.
Hier sind die Zahlen meiner letzten [Anzahl] Beiträge auf [Plattform]: [Tabelle mit Thema, Format, Reichweite, Interaktionen, Klicks einfügen]. Finde Muster: Welche Themen und Formate laufen besser, welche schlechter? Nenne drei vorsichtige Schlussfolgerungen und sag dazu, wie sicher sie bei dieser Datenmenge sind. Schlage für den nächsten Monat zwei Experimente vor.
So holst Du mehr aus den Prompts heraus
Social-Media-Texte von ChatGPT klingen im ersten Entwurf oft zu glatt. Mit diesen Nachfragen bekommst Du sie näher an Deine eigene Stimme:
- „Streiche alle Sätze, die so auch in jedem anderen Post stehen könnten.“
- „Schreib den Einstieg um, sodass er mit meiner Situation von [Situation] beginnt.“
- „Wo klingt der Text nach Werbung? Formuliere diese Stellen persönlicher.“
- „Mach den Post um die Hälfte kürzer und behalte nur den stärksten Gedanken.“
- „Welche Frage könnte ich am Ende stellen, auf die Leser gern antworten?“
Meine Erfahrung: Posts, die mit einer kleinen echten Szene beginnen, kommen meist besser an. Ein Gespräch mit einem Kunden, ein Missgeschick im Seminar, eine Beobachtung auf dem Fischmarkt. Diese Szene kann ChatGPT nicht erfinden. Darum lohnt es sich, solche Momente im Handy zu notieren und sie als Rohmaterial in den Prompt zu geben.
Wer seine Beiträge in eine größere Strategie einbetten will, findet in den Prompts für Marketing Vorlagen für Zielgruppe und Positionierung. Wenn Du Produkte verkaufst, schau in die Prompts für E-Commerce. Und einen neuen Prompt pro Woche, den Du direkt ausprobieren kannst, gibt es im KI-Newsletter.
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Häufige Fragen
Merken Leser, wenn ein Post mit ChatGPT geschrieben wurde?
Oft ja, wenn der Text glatt und allgemein bleibt. Typische Zeichen sind leere Einstiege, viele Aufzählungen und Sätze, die auf jede Branche passen. Mit eigenen Erlebnissen, Deinem Stil und einer gründlichen Überarbeitung fällt das kaum noch auf.
Für welche Plattformen funktionieren die Prompts?
Für alle gängigen Plattformen wie LinkedIn, Instagram, Facebook oder TikTok. Ersetze im Prompt einfach die Plattform und passe Länge und Format an. Die Vorgaben der Plattformen zu Zeichenzahlen ändern sich gelegentlich, prüfe sie daher bei Bedarf direkt dort.
Kann ChatGPT auch Bilder für Social Media erstellen?
Ja, ChatGPT kann Bilder erzeugen, auch in der kostenlosen Version mit gewissen Grenzen. Für gute Ergebnisse brauchst Du einen eigenen Bild-Prompt mit Motiv, Stil und Format. Mehr dazu findest Du in meiner Übersicht zu Bildern mit ChatGPT.
Wie viele Posts sollte ich mit ChatGPT vorplanen?
Ich plane meist einen Monat grob und eine Woche im Detail. So bleibt Platz für spontane Beiträge, und Du verlierst nicht den Bezug zu dem, was gerade passiert.
